Haltung · 3 Minuten Lesezeit

Was sich nicht lohnt: Drei Vorgänge, die wir nicht automatisieren würden

Nicht jeder Ablauf ist machenswert. Drei typische Fälle aus Erstgesprächen, bei denen wir abgeraten haben, und woran man sie erkennt.

Der Name verpflichtet. Hier sind drei Fälle, in denen wir im Erstgespräch abgeraten haben.

Der seltene Vorgang

Ein Betrieb wollte die Erstellung des Jahresabschlussberichts automatisieren. Einmal im Jahr, vier Stunden Arbeit, jedes Jahr anders. Aufwand für die Automatisierung: mehrere Tage. Ersparnis: vier Stunden pro Jahr. Die Rechnung geht nie auf. Erkennungsmerkmal: Wenn ein Vorgang seltener als einmal pro Woche vorkommt, ist er fast nie machenswert.

Der Vorgang ohne Muster

Eine Kanzlei wollte Mandantenanfragen automatisch beantworten. Jede Anfrage war anders, jede Antwort brauchte eine juristische Einschätzung. Ein System, das hier antwortet, rät. Erkennungsmerkmal: Wenn zwei erfahrene Mitarbeitende denselben Vorgang unterschiedlich erledigen würden, gibt es kein Muster.

Der Vorgang, der eigentlich ein Gespräch ist

Ein Handwerksbetrieb wollte Reklamationen automatisch bearbeiten. Technisch machbar. Aber die Reklamation ist der Moment, in dem ein Kunde entscheidet, ob er wiederkommt. Diesen Moment gibt man nicht ab. Erkennungsmerkmal: Wenn der Vorgang Vertrauen herstellt, lassen Sie ihn bei Menschen.

Was stattdessen

In allen drei Fällen gab es daneben einen Vorgang, der sich lohnte: Rechnungseingang, Aktenanlage, Terminvergabe. Der machenswert-Check findet ihn.

Reden wir über einen Vorgang, der sich lohnt.

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